Der Klügere misst nach

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Was ganzheitliches Energiemanagement leistet

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Immer mehr Firmen wollen Energieeffizienz und ein sauberes Energienetz. Die Krux: Jedes Unternehmen erfordert sein eigenes, spezifisches Maßnahmenpaket. Mit Total Energy Monitoring hat Weidmüller eine ganzheitliche Energiemanagementlösung für smarte Anwendungen entwickelt, die Hardware, Software und Beratung in ein flexibles Konzept integriert und Unternehmen weltweit dabei unterstützt, ihre individuellen Anforderungen umzusetzen.

In der Vergangenheit spielte das Thema Energieverbrauch häufig eine nachgelagerte Rolle. Erfasst wurde zwar der Verbrauch des Unternehmens als Ganzes, nicht aber der von einzelnen Produktionsstandorten, Anlagen oder Maschinen. Bedingt durch wirtschaftliche Faktoren, schwindende Ressourcen und gesetzliche Richtlinien ist dies heute anders. Erfolgreich ist derjenige, der seine Maschinen und Produktionsbereiche überwacht, um sie im Hinblick auf die Energienutzung hin zu optimieren – sprich: derjenige, der die Dinge transparent macht und vernetzt.

Wie relevant Energiemanagement für produzierende Unternehmen geworden ist, zeigt die rasche Entwicklung dieses Geschäftsfelds bei Weidmüller. Was Ende 2013 als Projekt begann, ist etwa ein Jahr später in die Regelorganisation überführt worden und heute Teil der Division Automation Products and Solutions.

Speziell das produzierende Gewerbe fragt nach Lösungen für maßgeschneiderte Energieeffizienz und -qualität – über alle Branchen hinweg

One-Stop-Shop für Messung, Analyse und Beratung

Alle Hardware-Komponenten lassen sich leicht in die bestehende Produktionsumgebung integrieren und schaffen die Basis für die energetische Analyse und Bewertung einzelner Verbraucher
Alle Hardware-Komponenten lassen sich leicht in die bestehende Produktionsumgebung integrieren und schaffen die Basis für die energetische Analyse und Bewertung einzelner Verbraucher

Die ganzheitlichen Energiemanagementlösungen umfassen die Teilbereiche Energiemonitoring und -management, Spannungsqualität sowie Datenverarbeitung und Analytics. Um diese zu realisieren, mussten Unternehmen bisher mit mehreren Partnern zusammenarbeiten. Das bedeutete einen hohen Zeit- und Kostenaufwand. Im Gegensatz zu anderen Anbietern begreift Weidmüller die Entwicklung dieser Systeme als ganzheitliche Aufgabe und hat sein Portfolio aus einigen Messgeräten rasch auf einen Dreiklang aus Hardware, Software und Services ausgeweitet.

Die Hardware umfasst Energiemessgeräte bis Klasse A, Energieanalysegeräte, Energielogger und den Automatisierungsbaukasten u-mation . Mit der Software Weidmüller Energy Suite kann der Anwender seine Messdaten komfortabel erheben, übersichtlich darstellen und analysieren. Die Cockpitfunktion ermöglicht automatisierte Statusberichte und prozessbezogene Auswertungen.

Je nach Ausstattung, Zielsetzung und Applikationen wird die Lösung für das Unternehmen maßgeschneidert. Gemeinsam mit dem Kunden werden die Ausgangsbedingungen bewertet und die relevanten Energieverbraucher festgelegt. Auf dieser Basis legt Weidmüller in einem Konzept fest, an welchen Punkten gemessen werden muss, welche Hardware dafür nötig ist, wie die Komponenten miteinander kommunizieren und wie die Ergebnisse bereitgestellt werden. Die kontinuierliche Systembegleitung bleibt ebenfalls stets im Blickfeld.

„Es sind viele Parameter, die bestimmt werden müssen. Meist beginnen wir mit der Installation eines Messgeräts am Netzübergabepunkt. Da die Qualität des elektrischen Netzes ein wichtiger Parameter für die Effektivität und Verfügbarkeit von Industrieanlagen ist, empfehlen wir eine kontinuierliche Überwachung der EN 50160 und IEC 61000-2-4. Dann geht es weiter über die Produktionslinien und einzelnen Maschinen bis tief hinein in die Maschinenprozesse“, erklärt Torsten Hocke, seit Mai 2015 Business Development Manager bei Weidmüller. Für die anschließende Umsetzung der Optimierungen – egal, ob kurzfristiger oder langfristiger Natur – steht Weidmüller seinen Kunden ebenfalls zur Seite. Zu den Leistungen zählen etwa EMV-Seminare, -Beratung und -Analysen sowie die Einführung und Unterstützung der ISO-50000er-Reihe.

Stichwort Informationsvorsprung

Die Möglichkeiten für Unternehmen reichen aber noch weiter. Energiedaten lassen sich nicht nur heranziehen, um sie nutzergerecht bereitzustellen, sondern auch, um ihre Abhängigkeiten in Produktionsprozessen auszuwerten und sie in Simulationen und Prognosen zu überführen. Hier ist man im Bereich datengetriebener Analysen – kurz: Analytics – angekommen. Konkret können Anlagenbetreiber damit zum Beispiel Lastspitzen vorausschauend reduzieren, Anomalien in den Produktionsprozessen erkennen und Anlagen im Stand-by-Modus automatisiert abschalten.

„Projekte mit derartigen Anforderungen realisieren wir bereits weltweit“, berichtet Michael Piekarzewitz, der das Thema Energiemanagement mit seinem Team seit 2016 vorantreibt. „Ein gutes Beispiel hierfür ist die Implementierung eines Systems bei einem führenden Automobilisten in Asien. Durch ein gemeinsam erarbeitetes Konzept bedienen wir Power-Quality und Energiemanagement mit einer Lösung – zunächst im chinesischen Headquarter und nun kontinuierlich konzern- und weltweit.“ Weidmüller stellt hierfür sicher, dass das Produktportfolio international einsetzbar ist, weltweit Spezialisten vor Ort sind, die sich um die Kundenbetreuung kümmern und das Know-how stetig wächst. Denn relevant sind die Themen Energiemonitoring und -management, Spannungsqualität sowie Datenverarbeitung und Analytics für jedes produzierende Unternehmen – aus ganz unterschiedlichen Märkten mit unterschiedlichen Standards.

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