Immer ein guter Griff

Immer ein guter Griff

Optimierte Arbeitsabläufe mit Pick-to-light-Lösung in Automobilmontage

Weidmüller Logo

PSA Peugeot Citroën hat in seinen Werken die Teilebereitstellung an den Montagelinien vereinfacht. Das Pick-to-light-System von Weidmüller trägt entscheidend zum Erfolg des neuen Logistikkonzepts bei.

PSA Peugeot Citroën steht wie alle global agierenden Automobilkonzerne vor der Herausforderung, seine Arbeitsabläufe kontinuierlich zu optimieren. Durch innovative Digitalisierung und Automatisierung in der Fertigung sollen die Nachfrageschwankungen in den Märkten ausgeglichen und gleichzeitig die höchstmögliche Qualität sichergestellt werden. Vor diesem Hintergrund arbeitet Weidmüller mit PSA Peugeot Citroën zusammen, um eine digitale Pick-to-light-Lösung zu entwickeln, die an das Produktionsinformationssystem angebunden ist. Ziel ist es, Fehler beim Bereitstellen von Bauteilen zu vermeiden und die Ergonomie für die Werker zu verbessern.

Einfach, aber effizient

Die Lösung besteht aus sogenannten Digital Pick-to-light Devices (DPD), Anschlusskästen, Komponenten für die industrielle Kommunikation sowie einer Master-Einheit, die mit dem MES (Manufacturing Execution System) von PSA kommuniziert. Das System zeigt die Zahl der Teile an, die pro Montagevorgang herauszunehmen sind, und identifiziert den Kommissionierer über die Farbe der LED. Die DPD sind oberhalb der Behälter montiert, um eine maximale Sichtbarkeit zu gewährleisten.

Auch für das Auffüllen der Behälter geeignet

Die Put-to-light-Lösung funktioniert ähnlich. Sie ist im Auffüllbereich der leeren Behälter installiert und entlastet die Monteure von der Aufgabe, die Behälter nachzufüllen. Die Steuerung sendet einen Befehl an die DPD, den Behälter zu füllen. Ein Sensor prüft, ob der Behälter korrekt befüllt wurde, und sendet automatisch ein Signal als Bestätigung an das System.

Werksübergreifend im Einsatz

Besonders beeindruckt war PSA von der Robustheit der Lösung mit ihrem spritzwassergeschützten Gehäuse in Schutzart IP54
Besonders beeindruckt war PSA von der Robustheit der Lösung mit ihrem spritzwassergeschützten Gehäuse in Schutzart IP54

Dank seinem Know-how in der Automatisierung im Maschinenbau konnte Weidmüller bei der Entwicklung dieser Lösung PSA Peugeot Citroën und seine Zulieferer unterstützen. Darüber hinaus steuerte Weidmüller zusätzliche Dienstleistungen für die PSA-Peugeot-Citroën-Teams wie Schulungen, maßgeschneiderten technischen Support sowie Zertifizierungen bei. Bereits 7.000 Pick-to-light-Einheiten sind in sechs Werken von PSA Peugeot Citroën in Betrieb – an den Standorten Mulhouse, Poissy, Rennes sowie Trémery, Douvrin und Valenciennes. Weitere Projekte sind in Frankreich sowie weltweit in Entwicklung.

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Weidmüller bietet eine im Markt einzigartige robuste Lösung«

Pierre-Yves Rideau, General Manager for Inplant Logistics & Packaging Engineering bei der PSA-Gruppe

WIN!: Monsieur Rideau, das Pick-to-light-Projekt ist Teil einer übergeordneten Strategie. Können Sie diese kurz erläutern?

Pierre-Yves Rideau: Das Projekt ist Teil unserer Strategie zur Optimierung der Materialbereitstellung in unserer Endmontage – dem sogenannten Kitting. Dies ermöglicht uns, mehr Modellreihen an derselben Produktionslinie zu fertigen sowie schneller und flexibler auf Schwankungen im Variantenmix und auf Kundenbestellungen zu reagieren.

WIN!: Was war das Ziel des Projekts?

Pierre-Yves Rideau: Das Ziel des Projekts war, eine robuste, gebrauchsfertige und EMV-gehärtete Plug-and-play-Lösung an der Linie zu entwickeln. Sie sollte die ergonomischen Anforderungen an das Picking erfüllen und durfte gleichzeitig einen festgelegten Preis pro Einheit nicht überschreiten.

WIN!: Wer waren die wichtigsten an dem Projekt beteiligten Partner, und wie war der Ablauf?

Pierre-Yves Rideau: Wir trugen die funktionalen Anforderungen für die Lösung zusammen und definierten ein Kostenziel. Weidmüller arbeitete mit unseren Technikteams zusammen, um die passende Architektur sowie die Hard- und Software festzulegen.

WIN!: Wie entwickelte sich das Projekt, und wie war die Zusammenarbeit zwischen den Partnern?

Pierre-Yves Rideau: Das Projekt war als Innovationsprozess mit eigenen Meilensteinen angelegt. Dieser Prozess ermöglichte es, die Lösung in unsere neue Linie im Endmontagewerk in Mulhouse zu integrieren. Um das Produkt zu definieren und den reibungslosen Hochlauf der Lösung sicherzustellen, wurde großer Wert auf die Simulation, die Labortests (EMV) und die Durchführung praxisnaher Versuche gelegt. Weidmüller hatte an diesem Prozess einen maßgeblichen Anteil.

WIN!: Was waren die Schwachstellen der Lösungen der Mitbewerber?

Pierre-Yves Rideau: Die Mitbewerber boten keine robuste Industrielösung an, die für unsere anspruchsvollen Einsatzbedingungen ausgelegt ist. IT-Ausrüstung von Mitbewerbern führte zu Geräteausfällen, EMV-Problemen und mangelhafter Widerstandsfähigkeit der Kabel, was zum Verlust von Transportfahrzeugen in unseren Werken führte. Im Gegensatz dazu werden die Anforderungen an Robustheit bei Herstellern von Automatisierungstechnik erfüllt. Daher beauftragten wir Weidmüller mit der Entwicklung einer robusten Lösung.

WIN!: Welche Vorteile hatte die Lösung von Weidmüller für PSA?

Pierre-Yves Rideau: Wir profitieren zum einen von der mechanischen Robustheit der Lösung auf Hardware-Ebene mit ihrer Widerstandsfähigkeit gegenüber widrigen Umweltbedingungen. Außerdem haben wir eine Lösung, die an die PSA-IT-Systeme und unsere Fahrzeugnomenklatur angebunden ist. Die Akzeptanz des Systems durch die Werker an der Linie ist dank der durchdachten visuellen Ergonomie hoch.

WIN!: Was ist Ihnen bei der Lösung von Weidmüller besonders aufgefallen?

Pierre-Yves Rideau: Vor allem die Robustheit, die sich in sehr guten Werten für die MTTR (Mean-Time-To-Repair) und MTBF (Mean-Time-Between-Failures) niederschlägt.

WIN!: Wie haben die Werker für die Kommissionierung und Montage das System angenommen?

Pierre-Yves Rideau: Sehr positiv!

WIN!: Haben Sie weitere Anmerkungen oder Anregungen für zukünftige Projekte?

Pierre-Yves Rideau: Wir möchten das System weiterentwickeln und mit zusätzlicher Funktionalität ausstatten. Eine Wireless-IoT-Lösung ist aktuell ein Thema, das wir mit Weidmüller diskutieren. Wir sind daran sehr interessiert, damit wir die Kitting-Zone noch flexibler umgestalten können, wenn sich die Gewichtung bei den Modellvarianten stark verschiebt.

Ihr Kontakt rund um das Thema Pick-to-light:

Elmar Zimmerling
Global Segment Development Manager Automotive & Robotics
Telefon: +49 172 1499401
E-Mail: Elmar.Zimmerling@weidmuelller.com
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