Internet der Möglichkeiten

Internet der Möglichkeiten

Mit dem Industrial Internet of Things (IIoT) Daten erfassen, verstehen und nutzen

Weidmüller Logo

Seit der Ausrufung der vierten industriellen Revolution beschäftigt Unternehmen branchenübergreifend die Frage, wie sich datenbasierte Services gewinnbringend in die eigenen Wertschöpfungsketten integrieren lassen. Die Möglichkeiten sind so vielseitig wie die Anwender selbst. Deshalb begleitet Weidmüller Industrial-IoT-Projekte individueller Lösungen.

Die Zeiten, in denen Computer, Smartphones und Tablets die einzigen Geräte mit Internetzugang waren, sind längst vergangen. Heute kann nahezu jedes technische Objekt über die Vergabe einer IP-Adresse mit dem Netz verbunden werden und darüber kommunizieren. Seit einiger Zeit wird dieser Trend auch in der Industrie intensiv verfolgt. Produktionsanlagen, Maschineneinheiten, selbst einzelne Werkzeuge können dazu befähigt werden, Daten zu erfassen und auszutauschen – eine Entwicklung, die gerade im Bereich der Automatisierung zahlreiche neue Anwendungsmöglichkeiten eröffnet.

Digitalisierung ist kein Selbstzweck

In vielen Unternehmen ist heute ein Basiswissen über IIoT-Anwendungen vorhanden, es fehlt bisweilen jedoch das Know-how, um diese eigenständig zu realisieren. So werden Daten zwar in einem ersten Schritt erfasst und gespeichert, aber oft noch nicht zielführend weiterverwendet. Einen konkreten, messbaren Nutzen erzielen die gesammelten Informationen jedoch erst durch eine logische Verknüpfung und Auswertung.

Die Möglichkeiten des IIoT können sehr vielseitig und individuell genutzt werden, zum Beispiel für eine ortsunabhängige Maschineninbetriebnahme, die Verbesserung der Gesamtanlageneffizienz (OEE) oder die Generierung automatisierter Berichte des Energieverbrauchs. Deshalb ist es wichtig, vorab ein konkretes Ziel zu definieren. Weidmüller unterstützt Industrieunternehmen dabei, individuelle Potenziale für Industrial-IoTAnwendungen zu ermitteln, bedarfsgerechte Lösungen zu entwickeln und diese erfolgreich in vorhandene Strukturen zu integrieren.

Die Grundlage für datenbasierte Industrial-IoTServices bilden im Wesentlichen fünf Kernfunktionalitäten: Datenerfassung, -verarbeitung, -kommunikation und -analyse sowie die Bedienerinteraktion. Auf Basis des Automatisierungsportfolios u-mation hat Weidmüller in den letzten Jahren ein umfangreiches Digitalisierungsangebot entwickelt, das diese Funktionen vom Sensor bis in die Cloud abbildet. Die Detmolder Unternehmensgruppe steht ihren Kunden dabei mit eigenen Services wie dem Weidmüller Monitoring Syste (WMS) für Windkraft zur Seite, aber auch mit Lösungen, die vom Anwender selbst weiterentwickelt werden können. So befähigt die Automated-Machine-Learning-Software aus dem Bereich Industrial Analytics Maschinenbetreiber beispielsweise dazu, KI-basierte Analysemodelle mit dem eigenen Domänenwissen zu entwickeln und zu optimieren.

Retrofitting gewinnt an Bedeutung

Auch wenn die Digitalisierung zurzeit in aller Munde ist, ein Großteil der bestehenden Anlagen- und Maschinenparks ist noch nicht IIoT-fähig. Daher kommt dem Thema Retrofitting, also dem digitalen Nachrüsten von Maschinen und Anlagen, mittlerweile eine zentrale Bedeutung zu. Getreu dem Motto „Never change a running system“ werden dabei keine Eingriffe an der installierten Automatisierungstechnologie vorgenommen, sondern vielmehr parallele Strukturen aufgebaut. Zu diesem Zweck bietet Weidmüller kundenindividuelle IIoT-Boxen, unter anderem auf Basis des FieldPower®-Systems für dezentrale Applikationen, die einfach an die bestehende Anlage angeschlossen werden. Diese Vorgehensweise ermöglicht es Maschinenbetreibern, auch eine installierte Basis wirtschaftlich zu digitalisieren und einen Nutzen aus datenbasierten Diensten zu ziehen.

Nächster Artikel
Den Boden bereiten für die Fabrik der Zukunft

Den Boden bereiten für die Fabrik der Zukunft

So erwecken wir Bosch Rexroths intelligenten Boden zum Leben