Innovationsmotor Digitalisierung

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Transformation zur Industrie 4.0 nimmt Tempo auf

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Aktuelle Studien zeigen: Die digitale Transformation hat in der deutschen Industrie inzwischen deutlich an Fahrt aufgenommen. Auch Weidmüller bewegt sich in großen Schritten weiter in Richtung Industrie 4.0. Mit u-mation führt der Detmolder Konzern seinen strategischen Weg zum Anbieter ganzheitlicher Automatisierungs- und Digitalisierungslösungen konsequent fort.

Deutschland ist eines der innovativsten Länder weltweit, so lautet das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung des Weltwirtschaftsforums (The Global Competitiveness Report 2018, Klaus Schwab, World Economic Forum). Im globalen Digitalisierungsranking erreicht die deutsche Wirtschaft den vierten Platz. Dass Konzepte und Lösungen zur Industrie 4.0 hierzulande mittlerweile in der Fläche angekommen sind, bestätigt auch der Industrie-4.0-Index 2018 (Deutscher Industrie 4.0 Index 2018, Eine Studie der Staufen AG und der Staufen Digital Neonex GmbH), für den insgesamt 450 deutsche Unternehmen befragt wurden: Gut jedes zweite Unternehmen (52 Prozent) hat bereits Einzelprojekte oder sogar unternehmensübergreifende Vorhaben realisiert. Zum Vergleich: Vor vier Jahren traf dies gerade einmal auf 15 Prozent der Firmen zu. In der diesjährigen Befragung gab noch etwa jedes zehnte Unternehmen an, sich bislang nicht mit der Digitalisierung befasst zu haben. Doch auch bei dem verbleibenden Zehntel ist es laut den Trendforschern nur eine Frage der Zeit, bis die technologische Weiterentwicklung beginnt, unter anderem aufgrund des wachsenden Drucks aus dem Wettbewerbsumfeld.

Wie weit sind Unternehmen auf dem Weg zur Smart Factory?

Längst nicht alle Potenziale genutzt

Mut zur Veränderung ist in der deutschen Industrie eindeutig vorhanden, allerdings werden bislang nicht alle Potenziale genutzt. Aktuell dominieren branchenübergreifend vorwiegend Einzelprojekte, während eine umfassende digitale Transformation zurzeit hauptsächlich im Bereich Automotive stattfindet. Hier kann sich bereits knapp jedes fünfte Unternehmen als Smart Factory bezeichnen.

Doch auch im Maschinen- und Anlagenbau sowie in der Elektroindustrie sind zunehmend ganzheitliche Digitalisierungs- und Automatisierungskonzepte gefragt, denn im Zuge der Industrie 4.0 wird sich das Arbeiten mit Maschinen in vielerlei Hinsicht verändern – nicht nur mit Blick auf die Prozesse, sondern auch bezüglich der Anforderungen, die an Analyse, Wartungs- und Bedienungsmöglichkeiten von Maschinen gestellt werden.

Diese aktuellen Trends spiegeln sich bei Weidmüller in den Wachstumszahlen der Division Automation Products & Solutions wider, die im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent gestiegen sind. Das gute Ergebnis ist der strategischen Verknüpfung der Disziplinen Automatisierung und Digitalisierung zuzuschreiben. Unter dem Namen u-mation bündelt Weidmüller heute ein ganzheitliches Angebot aus modularer Automatisierungshardware und vielseitiger Engineering-Software, das mit durchdachten Digitalisierungslösungen verknüpft ist. Dazu gehört auch der Bereich Machine Learning, der von der Business Unit Industrial Analytics geführt wird. Mit u-mation schafft Weidmüller somit die Grundlage für die intelligente Verbindung aller Prozessebenen: vom Sensor bis zur Cloud und darüber hinaus.

Modular und flexibel

Das zentrale Element des Portfolios bildet die Steuerung u-control 2000. Sie ist mit dem Remote-I/O-System u-remote und mit der Software-Familie u-create kompatibel. Da die einzelnen Elemente frei miteinander kombinierbar sind, ergeben sich viele verschiedene Anwendungsmöglichkeiten. So kann mit dem Steuerungsmodul und der Engineering-Software u-create studio beispielsweise die Hauptsteuerung von einer Stand-alone-Maschine bis hin zu einer Fertigungslinie umgesetzt werden. In Kombination mit der browserbasierten Anwendung u-create web ist eine ortsunabhängige Inbetriebnahme dezentral gefertigter Maschinenteile möglich. Auch die wachsende Nachfrage nach IoTLösungen wurde berücksichtigt: Mit der ebenfalls webbasierten Software u-create IoT können Sensorinformationen vorverarbeitet und in eine Cloud gesendet werden. Diese Funktion wird unter anderem für datenverarbeitende Maßnahmen, wie zum Beispiel Fernwartung oder Analytics-Lösungen, benötigt. Wenn Anwendungen immer komplexer und vielseitiger werden, spielt die intuitive Handhabung eine wichtige Rolle. Die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine bilden hochauflösende u-view-Multitouch-Panels sowie die Human-machine-interface-(HMI-)Software u-create visu, eine webbasierte Visualisierungslösung der Weidmüller GTI Software GmbH, die seit Juni 2018 Teil der Weidmüller Gruppe ist.

Ein Blick in die digitale Zukunft

Die Zukunft im Bereich Digitalisierung und Automatisierung ist klar abgesteckt: Zentrale Steuerungsmechanismen werden in der Smart Factory sukzessive durch intelligente Netzwerke ersetzt. Maschinen agieren direkt miteinander, um ihre Prozesse zu organisieren und laufend zu optimieren. Die Software wird dabei in den kommenden Jahren noch stärker an Stellenwert gewinnen. Gleichzeitig bieten datenbasierte Analyseverfahren die Möglichkeit, Mehrwerte aus Daten zu ziehen und so beispielsweise das margenstarke Servicegeschäft weiter auszubauen.

Produzierende Unternehmen, die heute bereits mit Einzelprojekten erste Bausteine der Industrie 4.0 umsetzen, werden in Zukunft noch stärker auf übergreifende und ganzheitliche Konzepte setzen. Weidmüller unterstützt dies mit Lösungen, die durchgehend kommunikationsfähig sind. Industrial Connectivity wird auch in Zukunft einen wesentlichen Teil des Automatisierungs- und Digitalisierungsangebots darstellen. Noch mehr als das: Hardware, Software, Engineering und Beratung werden auf intelligente Weise kombiniert, um Kunden bei der digitalen Transformation zu begleiten.

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